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tende würde es oft als eine dankbarere Aufgabe empfunden haben, wenn er etwas Ganzes hätte bieten fönnen, — was ja allerdings gar nicht im Plane dieses Werkes liegen konnte. Einige Citate gebe ich in bereits vorliegenden, als vortrefflich anerkannten Überseßungen; hier bedeutet also im Teyte das (F.) die Überseßung der Petrarca'schen Sonette von Karl Förster, (G.) die des Ariosto und Tasjo von I. D. Gries, (St.) die Überseßung Dantes von Karl Streckfuß. Alle übrigen Nachdichtungen sind von mir.

Möge denn die enthusiastische Liebe, mit der Mantegazza alle Erscheinungen der Natur aufnimmt, anregend und befruchtend auf viele Gemüter wirken! Eine Wirkung, die besonders in unsrer, der sinnigen Naturbetrachtung sich immer mehr entfremdenden Zeit so äußerst wünschenswert ist. Mantegazza ist immer jung, so auch in diesen kleinen Abhandlungen, die nicht alle der Reihe nach gelesen, sondern je nach Laune und Bedürfnis hier und da wie kleine Stimmungsbilder genossen sein wollen. In den großen, wie in den kleinen, ja in den fast übersehenen Dingen der Natur uns die Schönheit finden zu lehren, das ist gewiß eine der würdigsten Aufgaben des Ästhetifers. Altenburg i/S., Mai 1892.

Der Überseker.

Inhalt.

Seite

123
127
134
137
139
142

156

Kastanie

Stornblume

160

167

170

173

179

Dhar "

Bach

Berg

Biene

Birke

Blume

Buche

184

187

191

194

199

Cypresse

Daphne

Distel

78

81

Lamm

Lerche

Leuchtkäfer

Liguster

Lilie

Linde

Lorbeer

Löwe

Luzerne

202

205

209

213

215

219

222

225

197

Edelstein
Eiche

Diamant

84
89

Schneďenklee

Farnkraut
Feuer Flamme
Fichte Tanne
Fisch
Flechte
Fluß
Fuß

94
96
99

106

111

113

119

Maiglödchen

Mandelbaum

Meer

Menich

Mond

M00G

229

231

234

241

247

255

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A dy a t.

ch weiß nicht, ob die Angabe des Plinius

richtig ist, Achat stamme von dem griechischen

Worte Achates, dem Namen eines Flusses in Sizilien, an dessen Ufern dieser Stein zuerst gefunden worden sei. Aber so viel weiß ich, daß der Achat zu den schönsten Steinen gehört, sowohl wegen seiner Härte und der schönen Politur, die er annimmt, als auch wegen der Buntheit seiner Farben, welche bald schichtenweise, bald in geraden oder gewellten Bändern, oder fleckenweise und moosartig angeordnet sind, sodaß sie auf hundert verschiedene Arten unser Auge erfreuen.

Wir sind aus einem elenden Stoffe aufgebaut, der bei der Wärme eines Sonnenstrahls erweicht, sich beim Wehen eines Zephyrs runzelt, bei kaltem Nordwind Rijje befommt; wir sind durchaus mutabile genus; darum bewundern wir alles, was immer schön und glänzend bleibt, troß der Einwirkung der Zeit. Deswegen bewundern wir jo jehr den Achat, mag er zu Petichaft, zum Stockfnopf, zur Kamee oder zur Schale Mantegazza, Physiologie des Schönen II.

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verarbeitet sein; mag er das schöne Kirschrot des Kornelins oder das Orange des Sardoins, das schöne Grün des Chrysopras, das Himmelblau des Saphirins, das Milchweiß des Chalzedons, die zierlichen Streifen des Onyr oder die Flecken des Jaspis zeigen.

Ich weiß sehr wohl, daß mineralogisch der Jaspis vom Achat verschieden ist, aber ästhetisch läßt er sich mit ihm zusammenfassen, denn er besißt denselben Glanz, dieselbe Härte, diefelbe ewige Unveränderlichkeit.

Wenn ich ein großer Herr wäre und alle meine ästhetischen Gelüste befriedigen könnte, so würde ich meine abgeschnittenen Blumen immer in ein Gefäß von Plchat oder Jaspis jeßen; es würde einen köstlich harmonischen Anblick abgeben; die zartesten, luftigsten Gewebe der lebenden Pflanze in einem der härtesten Felsen aufbewahrt zu sehen, die die Natur in den Eingeweiden der Erde hervorgebracht hat; das, was einen Tag, vielleicht nur eine Stunde lebt, in einem Gefäße, das Jahrhunderte überdauert.

Und ihr, flüchtige und vergeßliche Menschen, die ihr heute liebt, um morgen zu vergessen, grabt den Namen der Dame eures Herzens in Achat oder Jaspis ein; vielleicht wird die Unveränderlichkeit dieses Stoffes eure Liebe weniger hinfällig oder eure Reue bitterer machen.

In den gewundnen Wegen stiller Höhlen,
Beim leisen Tropfenfall im Grottensaal,
Gefällt dir's, schmucken Zierrat auszubilden,
Muscheln und Pyramiden von Opal.

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